Zytomegalie-Virus-Infektion

Zytomegalie-Virus-Infektion

Zytomegalie-Virus-InfektionBei einer Zytomegalie-Virus-Infektion handelt es sich um ein Vorkommnis, welches nicht sonderlich leicht zu nehmen ist. Eine Erstinfektion mit dem Virus kann zu Schäden des Babys im Mutterleib führen. Es handelt sich um die weltweit meist vorgekommene Infektion, die bei bis zu vier Prozent der Schwangeren vorkommt. Es ist sehr einfach, eine Infektion mit dem Virus festzustellen.

Was ist der Zytomegalie-Virus

Der Erreger CMV gehört zu der Gruppe der Herpesviren. Stecken sich Menschen an, die ein sehr gesundes Immunsystem haben, dann kann sich der Virus wohlmöglich nur in einer Erkältung äußern. In den meisten Fällen haben in Deutschland zwischen 50 und 70 Prozent der Menschen eine Zytomegalie-Virus-Infektion durchgemacht, ohne es zu wissen.

Die Infektion in der Schwangerschaft ist die meist vorkommende Infektion. Besonders dann, wenn es sich um eine Erstinfektion handelt, ist diese mit Mutter und den Fötus sehr gefährlich. Die Schwangere kann die Infektion nicht bemerken. Hingegen erhalten die ungeborenen Kinder einen Schaden, der meist erst nach der Geburt erkannt wird. Dabei handelt es sich um Schäden des Gehirns, des Gehörs oder es kann sich sogar Epilepsie entwickeln. Allerdings sind nur 10 Prozent der gesamten Schäden Spätschaden, die dauerhaft vorhanden bleiben.

Notwendige Untersuchungen

Um eine Zytomegalie-Virus-Infektion zu erkennen oder gar auszuschließen, sollte der Schwangeren Blut abgenommen werden. Mit einer Hohlnadel wird auf einer vorher desinfizierten Stelle in eine Vene gestochen. Von dieser Vene werden nur Kanülen gefüllt, deren Blut später im Labor näher angeschaut wird. Auf diese Weise kann bereits schon vor der Schwangerschaft festgestellt werden, ob eine Frau vor einem längeren Zeitraum eine CMV-Infektion hatte oder aktuell an dieser Infektion leidet. Die Kosten für die Untersuchung werden durch die Krankenkassen übernommen, wenn ein Grund zur Untersuchung besteht. Bei einer vorhandenen Infektion werden die meisten Ärzte jedoch nichts gegen die Infektion unternehmen. Es wird lediglich dazu geraten, eine passive Immunisierung durchzuführen, bei der durchgehend kontrolliert wird, wie es um das Baby und die Gesundheit der Mutter steht. Auf diesem Weg können die möglichen Schäden für das Kind im Auge behalten werden.