Spätabtreibung

Spätabtreibung

SpätabtreibungGrundsätzlich werden in Deutschland jedes Jahr 130.000 Babys im Mutterleib abgetrieben. Dabei handelt es sich um eine sehr hohe Zahl, die jedoch nicht nur aufgrund von jungen Mädchen erzeugt wird. Eine Spätabtreibung wird in der Regel nach dem fünften Monat durchgeführt, wenn festgestellt wird, dass mit dem Baby etwas nicht in Ordnung ist. Eine nicht normale Anordnung der Chromosomen sowie schwere organische Schäden beim Baby können zu der Entscheidung einer Spätabtreibung führen.

Voraussetzungen für eine Spätabtreibung

Nachdem der Arzt die schweren Schäden beim Baby festgestellt hat, haben die Schwangeren drei Tage Bedenkzeit, um sich für oder gegen eine Spätabtreibung zu entscheiden. Eine derartige Abtreibung wird nach der 20. Schwangerschaftswoche durchgeführt, wobei in den ersten drei Monaten eine Abtreibung straffrei bleibt, wenn vorher eine Beratung stattgefunden hat. Bevor eine Spätabtreibung durchgeführt wird, müssen ernsthafte Behinderungen beim Baby vorhanden sein oder psychische Gründe vorliegen, um einen Schwangerschaftsabbruch vornehmen zu können. In diesem Fall muss der behandelnde Arzt jedoch noch weitere Ärzte zurate ziehen, um eine verantwortungsvolle Entscheidung treffen zu können. In der Regel gibt es unterschiedliche Methoden, um ein Baby abzutreiben.

Methoden der Spätabtreibung

Bei der Abtreibung bis zum vierten Monat, das heißt bis zu 12. Woche, kann ein Ausschaben oder ein Absaugen durchgeführt werden. In diesem Fall sind die Embryonen jedoch noch viel kleiner und können leichter entfernt werden. Die Spätabtreibung ist je nach Größe des bereits gut zu erkennenden Babys schwieriger. Der Schwangeren wird durch die Bauchdecke eine Spritze injiziert, die das Baby erreicht. Die Spritze wird in vielen Fällen auch als Todesspritze bezeichnet. Das Baby wird dadurch einen Kreislaufzusammenbruch erhalten. Anschließend wird das Baby, wenn die Schwangere es körperlich verantworten kann, natürlich geboren. Einige Frauen müssen sich jedoch aufgrund der sehr hohen psychischen Belastung einem Kaiserschnitt unterziehen, um das Baby zu entfernen.

Wie auch immer sich entschieden wird und ob dem behinderten Baby das Leben geschenkt wird oder nicht, ist die Entscheidung der Schwangeren und des Partners. Die Spätabtreibung kann jedoch auch durch ein einleitendes Wehenmittel eingeleitet werden, welches das Baby nicht überleben wurde. Babys im fünften bis sechsten Monat, die zwar eine Überlebenschance hätten, würden dann sterben. Je nach Einzelfall muss hier die genaue Abtreibungsmethode mit dem Arzt besprochen werden.