Hochleistungssport

Hochleistungssport

Hochleistungssport in der SchwangerschaftDass Sport gesund ist, ist bekannt aber gilt das auch für Hochleistungssport in der Schwangerschaft? Hochleistungssport treiben, ist nicht gleich Hochleistungssport treiben, daher ist eine allgemeingültige Aussage kaum möglich. Aufgrund der hohen Verletzungs- und Sturzgefahr sollten Kontaktsportarten jedoch vermieden werden. Und auch bei sportlichen Betätigungen, die durch Geräte, Höhe oder Schnelligkeit schnell zu Stürzen oder Brüchen führen könnten, sollte während der Schwangerschaft ausgesetzt werden.

Darauf sollten Sie beim Sport achten

Beim Schwimmen in Hallen kann es zwar nur selten zu Brüchen kommen, hier kann allerdings das Chlor zur Gefahr für das Baby werden. Bei einem wöchentlichen Besuch und nicht allzu langem Aufenthalt in der Halle besteht zwar kaum ein Risiko. Wird jedoch täglich für mehrere Stunden trainiert oder das Wasser stark gechlort, kann die Chemikalie in höheren Mengen über die Atemwege auch ins Blut übergehen. Für alle Sportarten gilt, dass während der Schwangerschaft keine Wettkämpfe bestritten werden sollten, wie zum Beispiel beim Hochleistungssport treiben. Da bei diesen nicht nur physischer, sondern auch psychischer Stress ausgehalten werden muss, können sie sich negativ auf die Schwangerschaft auswirken. Und auch beim Training sollten während der Schwangerschaft mehr Ruhe und Vorsicht walten.

Ein zu hoher Puls sollte ebenso vermieden werden, wie zu lange Einheiten, Überhitzung und ein starker Flüssigkeitsverlust. Durch eine Schwangerschaft verändert sich auch der Köperschwerpunkt, selbst wenn der Babybauch noch relativ klein ist, kann das Gleichgewicht daher gestört sein. Dadurch ist auch das Verletzungsrisiko erhöht. Mit dem Fortschreiten der Schwangerschaft bereitet sich der Körper auf die Geburt vor. Einige Gewebe wie Bänder, Sehnen und Muskeln werden weicher und damit auch instabiler. Aus diesem Grund sollte das Training spätestens im dritten Schwangerschaftstrimester deutlich reduziert werden.

Unbedenkliche Sportarten

Als Ausgleich können Yoga, Gymnastik oder schonende Ausdauersportarten dienen. Auch dabei sollte stabiles Schuhwerk gewählt und auf plötzliche Bewegungen verzichtet werden, um Verletzungen zu verhindern. Durch viel Sport steigt auch der Nährstoff- und Kalorienbedarf, vor allem in der Schwangerschaft ist daher eine ausgewogene, vollwertige Kost besonders wichtig. Da durch das Schwitzen während des Trainings auch viele Mineralstoffe verloren gehen, sollten zudem viele mineralstoffhaltige Getränke über den Tag verteilt getrunken werden. Eine ausführliche Beratung, sowie Tests durch Hausarzt und Frauenarzt können eventuelle sportbedingte Mängel aufdecken und frühzeitig verhindern.