Joghurt

Joghurt

JoghurtJoghurt essen gilt im Allgemeinen als sehr gesundes Vergnügen. Warum sollte das für schwangere Frauen nicht auch gelten? Eine Studie der Harvard-Universität zeigte ganz Erstaunliches. Gerade aus Sorge vor der Gewichtszunahme greifen werdende Mütter gerne zu fettarmen Milchprodukten. Der Verdacht der Forscher, dass gerade die Milchfette sich positiv auf das Immunsystem der Kinder auswirken, bestätigte sich. Kinder von Frauen, die in der Schwangerschaft auf fettarme Milchprodukte umgestiegen waren, hatten deutlich öfter Asthma und Allergien, besonders häufig Heuschnupfen, als die Kinder der Gruppe, die weiterhin Milchprodukte aß, die nicht fettreduziert war. Erstaunlich wird doch vor den Vollfett-Produkten meist gewarnt. Tatsächlich ist das Joghurt essen in der Schwangerschaft nicht bedenklich, solange man darauf achtet, dass das Produkt nicht aus Rohmilch hergestellt wurde, was nur sehr selten vorkommt.

Bakterienkulturen im Joghurt

Bedenklich mag es stimmen, dass Joghurt von Bakterienkulturen fermentiert wird, doch bei Weitem nicht alle Bakterien sind gesundheitsschädlich, Bakterien sind für uns unerlässliche Partner, ohne die wir nicht existieren könnten, sogar die Verdauung erledigen Bakterien für uns. Anlass zur Besorgnis bietet allenfalls die hauseigene Joghurtproduktion, die durchaus nicht immer hygienisch einwandfrei vor sich geht.

Wie leicht können Bakterien, besonders gefährlich die sogenannten Listerien, von anderen Lebensmitteln auf den offenen Joghurt übergehen und sich dort unter idealen Bedingungen in den Joghurtbrütern massenhaft vermehren können. Letztendlich können einige dieser Bakterien-Stämme schwere Erkrankungen bei Säuglingen und sogar beim ungeborenen Kind auslösen, die sogar tödlich enden können. Hier ist Vorsicht geboten.

Rohmilchprodukte in der Schwangerschaft

Rohmilchprodukte sind in der Schwangerschaft keine gute Idee, selbst produzierter Joghurt eine noch Schlechtere. Schlimmer noch, wenn die Milch dazu vom Bauernhof stammt und so völlig unbehandelt ist. Ein solches Risiko sollte niemand eingehen, zumal eine Infektion mit gefährlichen Listerien für die Mutter meist unbemerkt und folgenlos bleibt, das Kind aber schwer daran erkranken kann. So gilt auch für besonders gesundheitsbewusste Zeitgenossen: Während der Schwangerschaft sollte auf die gute Milch vom Hofladen verzichtet werden, sicherer ist in jedem Fall die sterile Milch im Supermarkt. Gleiches gilt freilich auch für den Joghurt, der ebenso wie die Milch wegen des hohen Calcium-Gehalts unbedingt auf den Speiseplan der werdenden Mutter gehört.