Zwillinge - Die Befruchtung

Zwillinge - Die Befruchtung

Zwillinge die BefruchtungZwillinge sind meist eine Laune der Natur. Dabei muss man zwischen eineiigen und zweieiigen Zwillingen unterscheiden. Eineiige Zwillinge haben die exakt gleichen Erbanlagen. Eineiige Zwillinge sind immer vom gleichen Geschlecht. Aber wie entstehen sie und was passiert bei der Befruchtung. Die Ärzte selbst unterscheiden auch in der Entwicklungsform, was allerdings nur für Ärzte relevant ist.

Für den Arzt ist es nämlich wichtig, den Zeitpunkt der Zellteilung zu kennen, denn davon kann er bereits in Schwangerschaftsrisiko ableiten. Ungefähr 24 Stunden nach der Befruchtung teilt sich die Eizelle zum ersten Mal. Wenn die Trennung in diesem Stadium von zwei Zellen erfolgt, entwickeln sich in jeweils eigener Fruchtblase die Zwillinge. Normalerweise hat auch jeder Zwilling eine eigene Plazenta zur Verfügung. Es kommt allerdings auch vor, dass die Plazenta zusammen bleibt und beide Zwillinge darüber versorgt werden. Wenn es zwischen dem dritten und achten Tag dann zur weiteren Teilung kommt, hat sich die Eizelle bereits mehrfach geteilt und ist bereit, sich in die Gebärmutterschleimhaut einzunisten. In diesem Fall werden die eineiigen Zwillinge nur mit einer Plazenta heranwachsen. Sie verfügen zudem über eine gemeinsame, äußere Eihaut und zwei eigenen, inneren Eihäuten. Diese Zellteilung kommt wohl am häufigsten vor.

Spätere Zwillingsentstehung

Manchmal entstehen die Zwillinge allerdings noch später zwischen dem achten und zehnten Tag. Zu diesem Zeitpunkt hat sich die Eizelle bereits in der Gebärmutter eingenistet. Dann verfügen die Zwillinge allerdings nur über eine Fruchtblase und nur auch eine Plazenta. Diese Entwicklung bedarf besonderer Aufmerksamkeit, dann hier kann es zu Komplikationen kommen. Die Wahrscheinlichkeit dieser Entwicklung allerdings liegt nur bei einem Prozent.

Der komplizierteste Fall ist, wenn die Entwicklung erst am 14. oder 15. Tag erfolgt. Dies hat meist eine unvollständige Teilung zur Folge und die Embryos bleiben miteinander verbunden. Auch kann es sein, dass sie nur einmal Organe für beide Zwillinge haben. Dann spricht man von Siamesischen Zwillingen. Das kommt höchsten in einem von 900 Fällen vor. Heute gibt es bereits Möglichkeiten, solche Zwillinge sicher zu trennen.